Wer kennt es nicht: Alte Bekanntschaften. Und natürlich die damit verbundenen Erinnerungen. Vor 2 Tagen bin ich einer solchen alten Bekanntschaft begegnet und jetzt denke ich nonstop darüber nach. Ich war laufen und er spazieren mit seinem Hund. Von Weitem hatte ich ihn bereits erkannt und wollte umdrehen. Doch da erinnerte ich mich daran, dass ich stärker war, mich in den letzten Jahren verändert habe und mittlerweile erwachsen damit umgehen kann. Also entschied ich mich dazu, ihn zu überholen. Leichter gesagt als getan. Ich lief an ihm vorbei doch sein Hund kam mir sehr nah. Er also:

„Pass auf“
„Warum? Läuft er nach?“
„Dir nicht mehr, Jane“

Ungläubig lief ich weiter. Doch seine Worte blieben mir im Gedächtnis. Was ist damals falsch gelaufen? Warum können wir uns nicht mal mehr richtig grüssen? Das Vergangene einfach Vergangenheit sein lassen? Akzeptieren, darüber stehen und vergessen? Das mit ihm und mir ist mittlerweile 4 Jahre her. Hat er es noch nicht überwunden?

Solche Begegnungen bringen mich stets zum grübeln. Sie sind wie kleine Zeitreisen, zu jener Zeit zurück, zu meinem früheren Ich.
Diese Person bin ich nicht mehr. Wir teilen weder die gleiche Einstellung, noch die gleiche Haarfarbe. Ich habe mich weiterentwickelt, bin gereift, erwachsen geworden. In den letzten Jahren habe ich meine Einstellung um 180 Grad geändert, sehe die Situationen aus einer anderen Perspektive. Ich habe eine eigene Meinung, ziehe mein Ding durch und achte – so weit es geht – nicht mehr auf das Gerede von Anderen. Ich hab mich – meiner Meinung nach – „verbessert“ und lerne aus meinen Fehlern.
Und darauf bin ich stolz.

– J –

Twenty One Pilots – Ride

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