Die erste Nacht, in der mir ein Mann wichtiger war, als meine Freundinnen.
Die erste Nacht, in der ich mich selbst belügte und es wirklich glaubte.
Die erste Nacht. in der ich vor einem Mann an einer Party heulte.
Die erste Nacht, in der ich jemanden betrog.
Die erste Nacht, in der ich Gefühle zeigte und zurückgewiesen wurde.

Aber alles auf Anfang:

Der Abend begann vielversprechend. Meine Girls kamen vorbei und wir machten uns fertig  zum ausgehen. Genossen den warmen Sommerabend, mit den Füssen im Pool und einem Glas gekühlten Sekt in der Hand. Erzählten uns Geschichten und lachten viel. Irgendwann hatte jemand die Idee, einen Joint zu rauchen. Wir also schon leicht beschwipst von dem ein oder anderem Glas, schlichen uns hinters Haus und rauchten. Von da an ging es nur noch bergab. ich versuche alle Puzzleteile richtig zusammen zu setzen, sodass das Ganze einen Sinn ergibt. Also:
Das Taxi brachte uns zu der Veranstaltung, die in einem grossen Zelt stattfand. Mein Ex war der DJ und ich unterhielt mich mit dem Typen, der für die Trennung verantwortlich war. Er gefiel mir vom ersten Moment an. Wir verbrachten gefühlt den ganzen Abend gemeinsam. Wir unterhielten uns stundenlang und küssten uns. Doch irgendwann wendete sich das Gespräch gegen mich. Wir trafen uns schon länger. Wir schliefen schon mehrmals beieinander. Ich wollte endlich Klartext reden, wissen wo wir standen. Er sagte er könne keine Beziehung führen. Nicht jetzt. Nicht mit mir. ( Sagte er zwar nicht direkt, aber genau das bedeutet es doch, wenn jemand sowas sagt?)
Und ich weinte. Dann kam meine Freundin, sah es, sah ihn, und beschimpfte ihn aufs Äusserste. Wir gingen gemeinsam zum Taxi, und ich versicherte ihr, das er nicht das grösste Arschloch der Welt war.- LÜGE-
In Wahrheit wollte ich es einfach nicht wahrhaben. Ich wollte ihn. Ich wollte in seinen Armen bleiben. Brauchte die Wärme, die er mir gab. Er schrieb mir und ich sagte er solle zu mir nach Hause kommen. Das Taxi fuhr uns zu meiner Freundin nach Hause, sie drückte mir entschuldigend eine 10 Note in die Hand und das Taxi fuhr weiter. Drei Strassen vor meinem Zuhause sagte ich, hier aussteigen. Ich gab dem Taxifahrer alles Geld, das ich noch hatte. Ich wusste, es war nur 2/3 von dem, was ich im schuldete. Also gab ich ihm das Geld, und öffnete im selben Zug die Tür und rannte los. kennt ihr diese Filme, in dem man sieht wie betrunkene wegrennen aus ihrer Perspektive? genau so fühlte ich mich. Orientierungslos, mein Herzschlag pochte in meinem Kopf und ich rannte. All die kleinen Fussgängerwege. Wenn ein Auto vorbeifuhr, versteckte ich mich panisch. Paranoia hoch dreitausend, ich sag`s euch. Und dann schrieb Gian, er sei hier.
Und als ich nach gefühlten 3 Stunden rennen/verstecken endlich vor meiner Tür stand, wartete er bereits davor. Er war mit seinem Auto da, das heisst er ist betrunken/ angetrunken gefahren! ( Liebesbeweis? könnte man meinen, aber nee – his an asshole)
Wir redeten noch lange vor der Tür, und ich weinte, aber dieses Mal nicht wirklich wegen ihm. Ich sagte ihm, es gäbe so vieles , dass er nicht verstehe. In meinem Leben, an mir.
Und dann ging er, ich bat ihn bei mir zu schlafen, nicht angetrunken nach Hause zu fahren, vernünftig zu sein. Aber er ging. Verlies mich. Und alles was ich tun konnte, war zuzuschauen, wie die Lichter seines Autos hinter der nächsten Strassenecke verschwanden.

Drei Wochen später hatte er eine neue Freundin. Von wegen keine Beziehung! – einfach nicht mit mir…

-J-

It Ain’t me – Kygo & Selena Gomez

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